Besonderheiten von biologischen Düngern

Im Gegensatz zu sogenannten Mineraldüngern, die in der konventionellen Landwirtschaft eingesetzt werden, wird im Biolandbau fast ausschließlich organisch gedüngt.
Konventionelle Mineraldünger enthalten die wichtigen Pflanzennährstoffe wie z.B. Stickstoff und Phosphor häufig in Form  von schnell löslichen Salzen. Diese Mineralsalze werden von den Wurzeln der Pflanzen direkt mit dem Wasser aufgenommen. Die Klein- und Kleinstlebewesen im Boden könne sich von diesen Nährstoffen meist nicht oder nur einseitig ernähren. Bei Überdüngung mit diesen leicht löslichen Düngern findet sehr schnell eine Auswaschung statt, so dass Grundwasser, Flüsse und Seen mit zu vielen Nährstoffen verunreinigt werden.
Organische Dünger enthalten meist die gleichen Hauptnährstoffe wie übliche Mineraldünger. Es handelt sich aber immer um Material, das aus lebendigen Organismen gewonnen wurde. Beispiele sind Hornmehl und Mist aus tierischen Quellen, Dünger wie Phytoperls aus Mais und Vinasse aus Rüben.
Im Hausgarten wird nach Möglichkeit viel Kompost eingesetzt. Diese Art von Dünger verrottet direkt im Boden, abhängig von Feuchtigkeit und Temperatur. Hierbei finden unzählige, z. T. noch nicht erforschte Prozesse statt, die für einen sehr lebendigen Boden sorgen. Lebendige Erde beherbergt viele Wesen - von Regenwürmern bis zu Milchsäurebakterien - die diesen Lebensraum  aufbauen, belüften und sich voneinander ernähren. Diesen lebendigen Boden können die Kulturpflanzen gut durchwurzeln und sich dabei sehr gut und ausgewogen ernähren. Auch Pflanzenkrankheiten werden von einem stabilen „Ökosystem Boden“ häufig neutralisiert, bevor sie Schaden anrichten können.
Aus diesen Gründen ist es wichtig, dem Boden nicht nur reine Nährstoffe, sondern organische Substanz zuzuführen. Eine besondere Rolle übernehmen hier Gründüngungspflanzen und die  Flächenkompostierung. Durch die Zersetzung der Pflanzen und des Rohkompostes an Ort und Stelle fällt der Verlust an Nährstoffen, Mikroben und Humus am geringsten aus.
Leider ist Gülle in den heute üblichen Mengen eher schädlich, da sie viele Fäulnisbakterien enthält und das Nitrat leicht ins Grundwasser gelangt.

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24.02.2014 Die ersten Mitgliedsbetriebe sind unter Bezugsquellen gelistet.

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